Wie erkennt man Darmkrebs?

Die sicherste Methode, um einen Darmkrebs zu erkennen, ist die Darmspiegelung. Menschen mit erhöhtem Darmkrebsrisiko sollten die Angebote der Früherkennung konsequent nutzen. Machen Sie den anonymen Darmkrebs-Risiko-Schnellcheck und erfahren Sie, ob Sie möglicherweise zu diesen Menschen gehören.

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Der Darmkrebs - das Kolorektalkarzinom - wird häufig als heimlicher Killer bezeichnet. Denn die Erkrankung verursacht oft lange Zeit kaum oder nur sehr unspezifische Symptome und wird daher in vielen Fällen erst erkannt, wenn sie schon weit fortgeschritten ist. Dementsprechend ungünstig ist dann die Prognose: Während im Stadium I der Erkrankung nach fünf Jahren noch 95 Prozent der Patienten leben, sind es im Stadium IV nur noch 5 Prozent, und die durchschnittliche Lebenserwartung ohne Behandlung beträgt dann gerade noch 12 Monate. Gute Gründe also, den Krebs so früh wie möglich zu erkennen, sodass er noch geheilt werden kann.

Symptome und Beschwerden, die auf Darmkrebs hinweisen können

An Darmkrebs sollte man denken, wenn es häufiger zu Verdauungsbeschwerden kommt, wie Übelkeit, Blähungen, Völlegefühl, Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe, Schmerzen beim Stuhlgang oder einem Wechsel von Verstopfung und Durchfall. Ein echtes Alarmsignal ist Blut im Stuhl, das vom Darmkrebs oder seinen Vorstufen, den Polypen, stammen kann. Allerdings sind die Mengen bisweilen so gering, dass man das Blut mit bloßem Auge nicht erkennen kann.

Der Stuhltest weist Blut im Stuhl nach

Um Blut im Stuhl mit guter Treffsicherheit nachzuweisen, gibt es spezielle Stuhltests. Sie bestehen im Wesentlichen aus einem Teststreifen, auf den eine Stuhlprobe aufgetragen wird. Die Auswertung erfolgt dann meist in einem Labor. Es konnte nachgewiesen werden, dass durch Stuhltests die Darmkrebssterblichkeit sinkt. Sie sind daher auch ein wichtiger Bestandteil der Darmkrebsfrüherkennung und stehen Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen ab einem Alter von 50 Jahren zu.

 

Die Darmspiegelung – zuverlässigste Untersuchung, um Darmkrebs zu erkennen

Blut im Stuhl kann aber auch von anderen Erkrankungen als Darmkrebs und seinen Vorstufen herrühren. Die Ursachen zu unterscheiden ist mit dem Stuhltest allerdings nicht möglich. Dazu braucht es eine Darmspiegelung, eine so genannte Koloskopie. Sie ist die zuverlässigste Methode, um Darmkrebs und Polypen zu erkennen.

 

Die wichtigsten Fragen zur Darmspiegelung

  • 01

    Wie läuft eine Darmspiegelung ab?

    Zur Untersuchung wird ein schlauchartiges Gerät – ein Endoskop - mit einer Beleuchtungseinheit und einer Kamera an der Spitze in den Verdauungstrakt eingeführt: bei der Magenspiegelung über den Mund, bei der Darmspiegelung über den After. Die beiden Untersuchungen werden bisweilen auch als Magen-Darm-Spiegelung kombiniert. Der Arzt kann mit Hilfe des Kamerabildes den Verdauungstrakt direkt einsehen und Anomalien zuverlässig entdecken. Ein weiterer Vorteil der Darmspiegelung: Vorstufen von Darmkrebs, so genannte Polypen, können in vielen Fällen bereits während der Untersuchung entfernt werden. Dazu führt der Arzt über den Instrumentenkanal des Endoskops kleine Zangen in den Darm ein und schneidet das verdächtige Gewebe ab. Es wird dann anschließend darauf hin untersucht, ob es entartete Zellen enthält.

  • 02

    Was sind die Risiken bei einer Darmspiegelung?

    Die Untersuchung birgt gewisse Risiken, so kann es beispielsweise zu einer Verletzung der Darmwand kommen. In den Händen eines versierten Arztes ist die Darmspiegelung aber ein sehr sicheres Verfahren, sodass eine Angst vor der Untersuchung unbegründet ist. Auch Schmerzen durch die Darmspiegelung muss niemand befürchten, da der Eingriff meist unter einer Kurznarkose durchgeführt wird.

  • 03

    Wie gestaltet sich die Vorbereitung auf eine Darmspiegelung?

    Einen gewissen Aufwand erfordert die Vorbereitung auf die Darmspiegelung. Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten ihren Arzt darauf ansprechen. Und für alle Patienten gilt: Essen und Trinken vor der Darmspiegelung ist nur eingeschränkt möglich! So muss schwer verdauliche, ballaststoffreiche Nahrung drei Tage vor der Untersuchung vom Speisenplan gestrichen werden. Am Tag vor der Untersuchung ist ab morgens auf Milch und eiweißhaltige Nahrung zu verzichten, mittags sind noch Kartoffeln und eine klare Brühe erlaubt. Ab dann muss auf feste Nahrung verzichtet werden, und etwas später beginnt die Darmreinigung mit Hilfe eines Abführmittels. Klare Flüssigkeiten (Wasser, Tee etc.) können noch bis zwei Stunden vor der Untersuchung getrunken werden. Diese Maßnahmen sind notwendig, damit der Arzt den Verdauungstrakt gut einsehen kann.

Und nach der Darmspiegelung…

Nach einer Darmspiegelung kann es vorübergehend zu schmerzhaften Blähungen kommen. Sie rühren von der Luft her, die zur Entfaltung des Darmes eingeblasen wird. Sind die Beschwerden nur leicht oder abgeklungen, können Patienten auch gleich wieder etwas essen. Ideal sind dann leicht verdauliche Speisen. Darüber hinaus sollte der Flüssigkeitsverlust durch die Darmreinigung durch reichliches Trinken ausgeglichen werden. Achtung: Patienten, die eine Kurznarkose erhalten haben, dürfen 24 Stunden lang nicht selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen.