Ist Darmkrebs heilbar?

Die Antwort auf diese Frage hängt von vielen Faktoren ab. Besser ist es daher Vorsorge zu treffen, sodass der Krebs erst gar nicht entsteht. Vor allem Menschen mit erhöhtem Risiko für einen Darmkrebs sollten aktiv werden.
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Die Heilungschancen bei Darmkrebs hängen maßgeblich davon ab, in welchem Stadium er erkannt wird. Ist die Erkrankung noch nicht weit fortgeschritten, können 95 von 100 Patienten geheilt werden. Dazu ist in der Regel eine Darmoperation notwendig, bei der der Tumor entfernt wird. Manchmal müssen auch größere Teile des Darmes oder das ganze Organ entfernt werden, man spricht dann von einer Kolektomie.

Wann ist eine Bestrahlung oder Chemotherapie bei Darmkrebs notwendig?

Ist es nicht mehr möglich, alles Tumorgewebe durch eine Darmoperation zu entfernen, werden zusätzlich eine Bestrahlung oder Krebsmedikamente eingesetzt. Letztere gibt es mit Wirkstoffen für eine Chemotherapie oder für eine so genannte zielgerichtete Therapie. Mediziner bezeichnen den ergänzenden Einsatz von Krebsmedikamenten als adjuvant, man spricht also von adjuvanter Radiotherapie oder adjuvanter Chemotherapie. Das genaue Vorgehen wird in Empfehlungen medizinischer Fachgesellschaften geregelt, etwa in der Leitlinie Kolorektales Karzinom. Beim Rektumkarzinom, dem Krebs des Enddarms, werden Bestrahlung und Chemotherapie in manchen Fällen auch vor einer Operation eingesetzt. Dies wird dann als neoadjuvante Radiotherapie oder neoadjuvante Chemotherapie bezeichnet. Diese Maßnahmen dienen dazu, den Tumor zu verkleinern, sodass er für den Chirurgen besser zu operieren ist.  Die Dauer einer adjuvanten oder neoadjuvanten Radiotherapie umfasst in der Regel nur einige Tage, die Dauer einer Chemotherapie mehrere Monate.

Ziele der Krebsnachsorge

Nach der Behandlung eines Kolorektalkarzinoms schließt sich in der Regel eine Nachsorge an. Sie dient dazu, etwaige physische und psychische Folgen von Erkrankung und Therapie zu behandeln; bei Menschen, die vermutlich von ihrem Darmkrebs geheilt werden konnten, geht es auch darum, ein neuerliches Auftreten der Krebserkrankung frühestmöglich zu erkennen. Dementsprechend hängen Art und Frequenz der Nachsorgeuntersuchungen vom individuellen Fall ab.  Dazu gehören beispielsweise Blutuntersuchungen, Darmspiegelungen (Koloskopien), Ultraschalluntersuchungen, Computer- und Kernspin-Tomografien. Details sind beispielsweise in den Leitlinien zum Kolonkarzinom und zum Rektumkarzinom geregelt.